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Wie lief's im Examen, Lena?

Motivation Monday: Heute berichtet euch Lena, wie es ihr gelungen ist, direkt im Freischuss ein zweistelliges VB zu erzielen. đŸ”„đŸ”„đŸ”„ Ganz herzlichen GlĂŒckwunsch zu diesem großartigen (und noch dazu wahnsinnig effizienten!) Ergebnis und vielen Dank fĂŒr deine Bereitschaft, hier mitzumachen!

Hallo, Lena! Wie ist es gelaufen?

 

Hey Thomas! Es lief super, ich habe es direkt im Freischuss auf 11,11 Punkte geschafft!



In welchem Semester bist du ins Examen gegangen? Hast du den Freischuss gemacht? Wie lang war deine Examensvorbereitung insgesamt?

 

Ich bin nach dem achten Semester ins Examen gegangen und habe somit den Freischuss gemacht. Insgesamt habe ich mich ein Jahr lang vorbereitet.


Wie hast du dich vorbereitet? Hast du ein Rep besucht? Mit welchen Mitteln hast du gelernt?

 

Ich habe ein kommerzielles Rep besucht. Vorbereitet habe ich mich nur mit den Rep-Unterlagen und spĂ€ter dann noch mit deinen Basis-Karten. LehrbĂŒcher habe ich zum Lernen so gut wie gar nicht benutzt, ab und zu ein Skript und ansonsten war Google auch mein Freund, denn ich finde es gibt mittlerweile viele Jura-Websites, die den Stoff sehr verstĂ€ndnisvoll aufarbeiten!

 


Was zeichnet aus deiner Sicht gute Karteikarten aus?

 

Eine gute Karteikarte ist nicht zu ĂŒberladen und konzentriert sich auf das Essentielle. Auch wichtig sind Karteikarten, die die absoluten Basics abfragen. Ich finde deine Basiskarten da wirklich gut!



Wie sah ein typischer Tag in der Examensvorbereitung fĂŒr dich aus? Wie viele Tage hast du pro Woche gearbeitet?

 

Ich habe in der Regel sechs Tage pro Woche gelernt. Zwei Vormittage war Rep, ein Tag pro Woche war fest fĂŒr eine Übungsklausur eingeplant. Ansonsten habe ich die Unterrichtseinheiten vom Rep nachgearbeitet und gegebenenfalls auf Karteikarten ĂŒbertragen. Anfangs habe ich das klassisch mit Papierkarteikarten gemacht, spĂ€ter dann nur noch mit Anki. Anki war fĂŒr mich allgemein ein sehr wichtiger Teil meiner Vorbereitung. Neben deinen Basiskarten habe ich fĂŒr die noch fehlenden Rechtsgebiete eigene Stapel in Anki angelegt. Und dann wirklich tĂ€glich die Karten wiederholt. Allein dafĂŒr gingen am Ende pro Tag gute zwei bis drei Stunden drauf.


Wie viele Übungsklausuren hast du geschrieben?

 

Ich glaube zusammen mit den sechs Klausuren aus dem Probeexamen, das unsere Uni anbietet, waren es knapp unter vierzig. Pro Woche habe ich in der Regel eine Klausur geschrieben und abgegeben. Bei den letzten Klausuren vor dem Examen habe ich sie aber nicht mehr ausgeschrieben, sondern bin nur mit einer Lösungsskizze in die Besprechung gegangen.

 


Gibt es sonst noch Tipps, von denen du besonders profitiert hast und die du weitergeben möchtest?

 

Erstens, sich nicht von dem verunsichern lassen, was andere sagen. Aus meiner Sicht gibt es nicht den „einen einzigen richtigen Weg“, sich aufs Examen vorzubereiten. Zweitens, den Fokus beim Lernen nicht auf komplizierte Meinungsstreits legen, sondern sich auf die Grundlagen zu konzentrieren und diese regelmĂ€ĂŸig wiederholen. HierfĂŒr sind deine Basiskarten aus meiner Sicht echt klasse! Und drittens, Ruhepausen einlegen. Ich war trotzdem noch im Urlaub und habe bis auf die letzten Wochen am Ende einen Tag pro Woche immer frei gemacht. Und wenn es mal einen Tag gab, an dem es gar nicht lief, hab ich die Jura-Sachen beiseite gelegt und versucht den Tag ĂŒber noch etwas Schönes zu machen, um so neue Energie zu tanken. Es sollte immer noch ein Leben neben der Examensvorbereitung geben.

 

 

Gibt es etwas, das du im Nachhinein anders machen wĂŒrdest? Worauf kam es aus deiner Sicht letztlich besonders im Examen an?

 

Im Nachhinein hĂ€tte ich Anki und deine Basiskarten gerne frĂŒher entdeckt. Ich habe erst sechs Monate vor dem Examen mit Anki angefangen. Dadurch hatte ich ein ziemlich großes Pensum an neuen Karteikarten pro Tag, um mit allen Stapeln vor dem Examen durchzukommen. Und meine alten handschriftlichen Karteikarten nach Anki zu ĂŒbertragen, hat auch gut Zeit gekostet. Aber es ist aus meiner Sicht nie zu spĂ€t, um mit Anki anzufangen und am Ende hat sich der Wechsel ja auch gelohnt!

 

Im Examen hat es mir sehr geholfen zu wissen, dass die Grundlagen sitzen. Damit kann man den Fokus auf die wirklichen „Probleme“ der Klausur legen und spart unglaublich viel Zeit an den weniger wichtigen Stellen. HierfĂŒr helfen z. B. Schemata auch sehr gut, weil man so nicht groß Gedanken ĂŒber den Aufbau „verschwenden“ muss.

 

 

Was steht als nÀchstes an und wird Anki dabei auch eine Rolle spielen?

 

Der nÀchste Schritt ist erst einmal das Referendariat. Anki werde ich zur Vorbereitung auf das zweite Examen ganz sicher auch benutzen!

  


Lena, vielen Dank fĂŒr das Interview!

 

 

 

 👉 Tipp: Hier geht's weiter zu meinem letzten Interview mit Max. Allgemeines Feedback zu den Basiskarten findest du hier.

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Kommentare: 3
  • #1

    John (Dienstag, 30 Juni 2020 11:57)

    Wie kann es sein, dass du in 6 Monaten alle Basiskarten durchgearbeitet hattest?

  • #2

    Lena (Dienstag, 30 Juni 2020 21:01)

    Hallo John!

    Mit entsprechend vielen neuen Karten pro Tag :D Ist sicher nicht optimal. Aber es ging, da ich teilweise schon Vorwissen hatte und dadurch nicht alles komplett neu war.

    LG Lena

  • #3

    Manuel (Sonntag, 05 Juli 2020 08:38)

    Hi,

    ich lerne aktuell auch 50 neue Karten pro Tag, habe tĂ€glich ca. 200 Wiederholen und brauche insgesamt knapp 2h dafĂŒr. Seit 35 Tagen mache ich das jeden Tag und so komme ich auch schnell mit allen Stapeln durch. Mein Termin ist im Oktober ;-)

    Also ist man bei den gekauften Stapeln mit insgesamt knapp 6.000 Karten in 4 Monaten durch ;-)