Der Gründer


Thomas Kahn

 

1. Staatsexamen an der JGU Mainz (gut)

2. Staatsexamen am Kammergericht Berlin (vb)

 

Wie kann ich Wissen dauerhaft behalten? Nachdem ich beschlossen hatte, mein Examen ohne Rep zu machen, musste ich auf diese Frage eine Antwort finden. Nach intensiver Recherche stand für mich fest: Das Karteikarten-programm Anki bietet die eleganteste Lösung für das Problem des Vergessens. Verglichen mit anderen Karteikartensystemen verwendet es einen effizienteren Lernalgorithmus – mit weniger Aufwand behält man damit mehr Stoff.

 

Ich begann also damit, juristisches Wissen in Anki einzugeben. Schnell wurde mir jedoch klar, dass es sehr schwierig ist, so komplexes und eng vernetztes Wissen auf einzelne Karteikarten aufzuteilen, ohne es aus dem Zusammenhang zu reißen. Um dieses Problem zu lösen, habe ich dann erst einmal die Jura‑Vorlagen für Anki entwickelt, anstatt mich direkt um mein Examen zu kümmern. Mit dieser Erweiterung wird Anki speziell auf juristisches Wissen angepasst.

 

Anschließend habe ich den gesamten Lernstoff für das erste Examen auf Anki-Karteikarten übertragen und damit wiederholt. (Ja, meine Examensvorbereitung hat länger gedauert als die üblichen eineinhalb Jahre. J) Die Mühe hat sich aber gelohnt: Im Juli 2014 habe ich mit einem "gut" abgeschlossen.

 

Seitdem bin ich immer wieder darauf angesprochen worden, ob ich meine Karteikarten nicht anderen zu Verfügung stellen möchte. Das tue ich sehr gern. Ich hoffe, dass mein Projekt dazu beiträgt, dass mehr Studierende die Vorteile dieses Programms entdecken und für sich nutzen können.

 

Wer wissen möchte, worin sich Anki von anderen Lernsystemen unterscheidet und was genau die Jura-Vorlagen sind, dem empfehle ich diese beiden Blogposts oder meinen Beitrag "Spaced Repetition Software im Jura-Studium" in der Zeitschrift JurPC.